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News 17.08.2021

Sieg und Führung in der Gesamtwertung für Rein Taaramäe von Intermarché-Wanty-Gobert Matériaux bei der Vuelta

Bei der 3. Etappe der diesjährigen Vuelta a España fuhr der 34-jährige Este auf seinem CUBE Litening C:68X zum Sieg und startet nun für Intermarché-Wanty-Gobert Matériaux erstmals als Gesamtführender bei einer Grand Tour.

Die 220 Kilometer lange Etappe von Santo Domingo de Silos zur Bergankunft am Picón Blanco bot die ersten Bergprüfungen bei der diesjährigen Spanienrundfahrt. Schon kurz nach dem Start bildete sich nach einer Attacke eine achtköpfige Ausreißergruppe um den späteren Sieger Taaramäe. Die Gruppe hatte zwischenzeitlich einen Vorsprung von über 9 Minuten herausgefahren, der sich bis zum Schlussanstieg stetig verringerte und für ein spannendes Finale sorgte. Die 7,6 Kilometer lange Steigung mit durchschnittlich 9,1% auf den, von Nebel bedeckten, 1.495 Meter hohen Picon Blanco verlangte den Fahrern alles ab.

Doch Taaramäe blieb trotz des herannahenden Feldes ruhig und beschleunigte am Anstieg solange, bis er seine letzten Konkurrenten hinter sich ließ. Er erreichte mit 21 Sekunden Vorsprung das Ziel. Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem ersten Etappensieg bei der Spanienrundfahrt war der 34-jährige dieses Mal wieder nicht zu schlagen und holte den Tagessieg für Intermarché-Wanty-Gobert Matériaux, die damit den 2. Sieg bei einer Grand Tour verbuchen können.

Rein Taaramäe nach seinem Sieg:
"Ehrlich gesagt habe ich schon mit einem solchen Erfolg gerechnet. Ich bin in einer wirklich guten Form und habe mit Valerio Piva, einen ziemlich cleveren Sportdirektor. Gestern Abend haben wir besprochen, dass wir heute versuchen wollten die Etappe zu gewinnen und auch das Führungstrikot zu holen. Ich habe bereits Etappen beim Giro und der Vuelta gewonnen und mein Traum war es, in meiner sportlichen Karriere, auch einmal das Führungstrikot zu holen. Ich wollte einfach wissen, wie es sich anfühlt es für ein paar Tage zu tragen. Ich war beim Giro in diesem Jahr schon nahe dran auf der Etappe, als Joe Dombrowski gewann und auch als ich 2016 den Giro-Etappensieg holte, war der Amerikaner in der Ausreißergruppe dabei. Ich bin mittlerweile 34, es werden sich also nicht mehr allzu viele Gelegenheiten ergeben. Heute Morgen bin ich deshalb mit einer klaren Mission auf die Etappe gestartet. Der Etappensieg war heute möglich, weil ich wirklich an mich geglaubt habe. Unsere Ausreißergruppe bestand aus acht starken Fahrern und ich hielt Elissonde und Dombrowski für die gefährlichsten Konkurrenten. Da ich nicht zum ersten Mal in dieser Situation war, konnte ich mich auf meine Stärke verlassen und ich hatte ein großes Selbstvertrauen, die Frage war nur, ob uns das Peloton noch holt oder nicht. Heute habe ich es geschafft und bin sehr glücklich!“

Der neue Vuelta-Spitzenreiter führt die Gesamtwertung mit 25 Sekunden Vorsprung an und ist auch Führender in der Bergwertung. Bei den 163 Kilometern von el Burgo de Osma nach Molina de Aragón stehen heute Sprinter im Fokus.