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News 28.09.2021

Biniam Girmay schreibt Geschichte

Letzten Freitag vertrat Biniam Girmay Hailu Eritrea bei den U23-Weltmeisterschaften. Der Fahrer, der im August zu Intermarché-Wanty-Gobert gestoßen ist, galt bei dem 161,1 Kilometer langen Rennen zwischen den historischen Städten Antwerpen und Leuven als einer der besten Fahrer. Im Alter von 21 Jahren stellte sich Girmay der Herausforderung und zeigte eine beeindruckende und reife Leistung.

Er war vom ersten bis zum letzten Kilometer des Rennens präsent und vermied auf diese Weise Probleme auf dem Flandrien-Kurs in Overijse, trotz der Nervosität und zahlreicher Stürze in der Anfangsphase. Girmay verließ den letzten Kopfsteinpflasterabschnitt in einem Feld von vierzig Fahrern, die die frühe Ausreißergruppe wieder einholten.

Es folgte ein sehr attraktives Rennen auf dem Rundkurs in Leuven, so dass bis zum Schluss unklar war, ob das Rennen in einem Gruppensprint enden würde oder nicht. Girmay positionierte sich geduldig und überstand die unzähligen Rhythmuswechsel in der Innenstadt, bevor er die letzten fünf Kilometer in einem kleinen Peloton in Angriff nahm.

Der Italiener Baroncini nutzte einen Moment der Ruhe vor dem letzten Kilometer, um zu attackieren und seine Konkurrenten in kürzester Zeit zu distanzieren. In einem atemberaubenden Finish überholte Biniam Girmay einen Konkurrenten nach dem anderen und gewann den Massensprint mit 2 Sekunden Rückstand auf den neuen Weltmeister.

Mit dem Gewinn der Silbermedaille schreibt Biniam Girmay Hailu Geschichte als erster schwarzafrikanischer Fahrer, der bei den Weltmeisterschaften auf dem Podium steht. 

Biniam Girmay Hailu:
"Ich bin sehr stolz auf das, was ich gerade erreicht habe, diese Silbermedaille bedeutet viel für Eritrea und auch für Afrika. Ich bin überzeugt, dass die Zukunft meines Landes vielversprechend ist, denn wir haben ein großes Potenzial. Wir arbeiten bereits seit mehreren Jahren hart daran, es zu entwickeln, und mit zusätzlicher Erfahrung werden weitere Ergebnisse wie dieses folgen. Ich blicke hoffnungsvoll in die Zukunft. Es wäre ein Traum, 2025 nach Ruanda zu fahren, um diese Silbermedaille in ein Regenbogentrikot umzuwandeln. Es ist auch eine Ehre für mich, dieses Ergebnis hier in Belgien zu erzielen, der Heimat meines Teams Intermarché-Wanty-Gobert. Diese Struktur bot mir die Möglichkeit, mich auf höchstem Niveau im internationalen Radsport zu zeigen. Das Team hat mich vom ersten Tag an gefördert und unterstützt. Deshalb möchte ich mich auch bei ihnen bedanken."

U23-Weltmeisterschaft:
1.Filippo Baroncini (Italien)
2.Biniam Girmay Hailu (Erythräer)
3.Olav Kooij (Pays-Bas)