25-05-2010 15:43

Weltcup, 3. Station in Offenburg Alexandra Engen auf dem U23-Podium / Hanna Klein 20.

Kategorie: News
Rothaus-Cube-Bikerin Alexandra Engen hat beim Weltcup-Rennen in Offenburg ihr Ziel erreicht und als 27. den Sprung auf das U23-Podium geschafft. Hanna Klein war noch schneller unterwegs und hat Platz 20 belegt. Barbara Benkó wurde 39. Vor rund 20000 Zuschauern wurde Felix Euteneuer im Herren-Rennen 126.

„Ich bin es gar nicht gewohnt, dass ich von so vielen Fahrerinnen überholt werde. Das hat mir echt Mühe bereitet.“ Hanna Klein hat in dieser Saison ihre Startphase so sehr verbessert, dass sie vor einer bisher unbekannten Situation steht. Unter den besten 20 ist die Luft dünn und jede kleine Schwächephase kostet sofort Positionen. Als 14. kam die Freiburgerin aus der 1,1 Kilometer langen Startrunde.
In der ersten von fünf 5,1-Kilometer-Runden fiel sie aber auf Rang 21 zurück. Danach pendelte die 22-Jährige immer wieder um einige Positionen hin und her. „Ich hatte mal gute, mal schlechte Phasen, keine Ahnung warum“, sagte sie im Ziel, das sie mit 6:51 Minuten Rückstand auf die Kanadierin Catharine Pendrel (1:37:24 Stunden) erreichte.

Nach Ende der dritten von fünf Runden lag sie auf Platz 17 und schien in Reichweite von Rang 15. „Schade, dass ich da nicht ran gekommen bin“, bedauerte sie.

Ob sie dieses Niveau hätte halten können, bleibt Spekulation. In der Schlussrunde fehlte ihr dann die Energie, so dass sie noch zwei Plätze verlor.

„Schade, dass es abgetrocknet ist. So nass wie es am Donnerstag war, hätte es mir noch besser gefallen“, meinte Klein, die damit ihr Offenburg-Resultat vom Vorjahr wiederholte.

Alexandra Engen zeigte sich nach dem Rennen vor mehr als 15000 Zuschauern gelöst. Als 28. hatte sie zwar kein Top-Resultat erzielt, doch die Hoffnung aufs U23-Podium ging in Erfüllung. „Einmal sagte man mir, ich wäre Vierte, aber dann hieß es, ich sei Dritte, das hat mich super motiviert, das Ergebnis zu halten. Ich bin glücklich endlich auf dem Podium zu stehen“, sagte die Schwedin, die mit 8:54 Minuten Rückstand das Ziel erreichte.

„Ich bin froh, dass ich in den letzten beiden Runden noch einmal Gas geben konnte“, meinte die Schwedin, die zum zweiten Mal in ihrer Karriere in der U23-Wertung auf dem Weltcup-Podium stand.

Barbara Benkó war mit Rang 38 (+11:56) nicht zufrieden. „In den ersten beiden Runden bin ich nicht gut ins Rennen gekommen. Ab der dritten Runde ging es besser“, meinte die Ungarin. Allerdings hatte sie zuvor einen Sturz verzeichnet, der sie zurück warf. Das Blitzlicht eines Fotografen hatte sie an einer dunklen Stelle im Wald geblendet. „Ich habe für ein paar Sekunden nichts gesehen und bin gestürzt. Dabei hat sich der Sattel verschoben“, berichtete sie von dem Unglück.
Trotzdem war sie an diesem Tag viertbeste U23-Fahrerin.

Euteneuer zufrieden mit seiner Form. Im Herren-Rennen spielte für Felix Euteneuer das nackte Resultat eine geringe Rolle. Platz 126 mit zwei Runden Rückstand auf Sieger Julien Absalon (Frankreich, 1:53:36) standen im Klassement, nachdem der Freiburger zweimal mit Vorderrad-Defekt zum Radwechsel musste.

„Dabei habe ich halt jedes Mal etliche Positionen verloren, aber mit den Beinen und der Form war ich sehr zufrieden. Als ich raus genommen wurde, da hätte ich auch noch weiter fahren können, ich war nicht erschöpft“, meinte Euteneuer.
Sein Start aus den hintersten Reihen war nicht besonders gut, aber dann konnte er sich stetig nach vorne fahren. „Ich hatte immer Druck auf den Pedalen und habe ständig überholt. Das Ergebnis ist zweitrangig, wichtig ist die Erkenntnis, dass der Trend von Heubach fortgesetzt wurde.

Bester Deutscher vor der beeindruckenden Kulisse in Offenburg war Wolfram Kurschat (Neustadt/W.) auf Rang neun, der Freiburger Moritz Milatz wurde 14.

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