Platz 20 hatte Alexandra Engen immer in Reichweite, ebenso den dritten Platz in der U23-Wertung. Dass es am Ende nur zu Platz 24 und Rang vier im Nachwuchsklassement reichte, darüber war Alexandra Engen nicht allzu traurig.
Auf den 36,25 Kilometern im Dalby Forest hatte sie das zweitbeste Weltcup-Ergebnis erzielt und vor allen Dingen registriert: „Es wird immer besser, das stimmt mich zuversichtlich.“
In der letzten Runde quälte sich die Schwedin mit Krämpfen, so dass sie die Gruppe von bis Rang 18 ziehen lassen musste. Die Britin Annie Last, deren Hinterrad sie über die gesamte Distanz eigentlich gehalten hatte, fuhr ihr davon und kam eben auf diesem 18. Rang ins Ziel, 1:10 Minuten vor Alexandra Engen, die am Ende 6:14 Minuten Rückstand auf Weltmeisterin Irina Kalentieva (Rus, 1:54:57 Stunden) aufwies.
„Ich habe versucht moderat zu fahren und nicht über das Limit zu gehen. Ich hatte das Gefühl, dass der Körper sehr gut funktioniert hat“, so Engen.
Hanna Kleins Körper funktionierte dagegen nicht optimal. Am Donnerstag hatte sie sich bei einem an sich harmlosen Trainingssturz die Hand verstaucht und einen Bluterguß im Knie zugezogen. Mit dem bandagierten Arm ging sie etwas vorsichtiger zu Werke, als man das von ihr in technischen Passagen gewohnt ist. Auch am Start wollte sie nicht voll rein halten.
So kam die Freiburgerin an 37. Stelle aus der ersten von fünf Runden und arbeitete sich langsam nach vorne. „Es hat gedauert bis ich richtig ins Rennen gefunden habe. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass ich lange nicht wusste, ob ich wirklich fahren kann. Unter diesem Umständen bin ich gar nicht unzufrieden“, erklärte Klein, die als 30. (+7:57) hinter Elisabeth Brandau (Schönaich, +7:00), die 26. wurde, zweitbeste Deutsche war.
Barbara Benkó belegte Rang 37 (+10:09), war siebtbeste U23-Fahrerin und damit zufrieden, wie sie sagte. Ein Sturz in der dritten Runde, ausgelöst von einer Konkurrentin, hinterließ an beiden Knien blutende Wunden. Das aber störte die Ungarin weniger.
„Die erste und die letzte Runde waren nicht so gut, aber sonst war es okay“, fand Benkó, die wegen ihren Prüfungen erst spät nach England anreisen konnte.
Irina Kalentieva konnte sich in einem knappen Finish gegen die WM-Dritte Willow Koerber (USA, +0:11) und 28 Sekunden vor Katerina Nash (Cze) durchsetzen.
Bei den Herren siegte Weltmeister Nino Schurter (Sui) im Sprint gegen Olympiasieger Julien Absalon. Dritter wurde der Südafrikaner Burry Stander. Bester Deutscher war Manuel Fumic (Kirchheim/T.) auf Rang sechs. Der Freiburger Moritz Milatz gab das Rennen auf.