Offenburg, 28.06.2011. Samstag 12:00 Uhr, zusammen mit 120 Fahrern
aus der ganzen Welt standen Louis Wolf, Sam Weber und Jochen Weissenseel im Nationaltrikot im engen Starterfeld der U19 Weltelite. Die Rennleitung zeigte die letzten drei Minuten an. Die Beschallung wurde abgeschaltet, Stille macht sich breit, Gänsehaut. Wie aus heiterem Himmel fällt der Startschuss. Das Gesamte Feld Juniorenstart mit 120 Fahrern springt nach vorn, förmlich wie ein gespannter Gummi schießen die Fahrer los.
Mit ausgefahrenen Ellenbogen machen sich die Fahrer breit und verschwinden mit einem Tempo von über 40 Stundenkilometer im Wald. Zunächst verengt sich die Strecke, nach hinten entsteht Stau. Die letzten Fahrer, darunter auch Weber kommen beim einfädeln beinahe zum Stillstand. Während die ersten im Feld frei fahren können, kann auch Wolf Boden gutmachen. Bereits nach der ersten Runde liegt er deutlich unter Platz 50 im vorderen Feld.
Sam Weber gibt alles, holt sich einen Fahrer nach dem anderen. Auf der überaus anspruchsvollen Strecke geht es teilweise über gefährliche Passagen, „Wolfsdrop“ oder „Snakepit“ werden diese genannt. In der dritten von insgesamt 4 Runden hatte sich Weber wie besessen und vom Adrenalin beflügelt bereits bis ins vordere Feld hinein gefahren, kommt kurz hinter Wolf aus dem Wald hinein in die Start Ziel Zone, Platz 42. In dieser Reihenfolge geht
es in die letzte Runde. Während Louis Wolf sichtlich ausgepowered Platz 35 verteidigt, fällt Sam Weber gezeichnet vom harten Kampf zurück. Am Ende erreichen die jungen Untermünkheimer Platz 35 und 52. Jochen kam als 65. ins Ziel und hatte auf den Sieger Jens Schürmans aus Belgien einen Rückstand von genau acht Minuten.
Der Start der U23 erfolgte um 15 Uhr und wieder bebte die Erde in Ramersweier. 140 Mountainbiker prügelten den Starthang hoch und es war leicht zu erkennen, dass freiwillig kein Zentimeter Boden aufgegeben wird. Fünf mal hatten die Fahrer die Strecke zu überwinden, wobei sie von den vielen Zuschauer und der guten Stimmung an der Strecke immer wieder angeheizt wurden.Der Sieger Alexander Gehbauer (Österreich) überquerte die Ziellinie nach 1:20:05. Ludwig kam als 56. mit einem Rückstand von 6:30 auf den Sieger ins Ziel. Unter den 15 deutschen Startern reihte sich Ludwig mit Platz 7 in der Mitte ein.
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