22-08-2010 19:20

Trans-Schwarzwald von Sasbachwalden zum Feldberg Milena Landtwing wiederholt Vorjahressieg

Kategorie: News
Rothaus-Cube-Bikerin Milena Landtwing hat bei der 5. Trans-Schwarzwald die Einzelwertung gewonnen. Mit drei Tagessiegen setzte sie sich überraschend vor Pia Sundstedt und Almut Grieb durch. Das Rothaus-Cube-Herrenduo Gutmann/Rudiger wurde durch einen Infekt bei Gutmann nach drei Etappen gesprengt.

Laute Gesten, ausgelassene Freude, das entspricht nicht dem Charakter von Milena Landtwing, doch wer die Rothaus-Cube-Bikerin nach dem Zieleinlauf am Feldberg beobachtete, dem entgingen dennoch nicht, wie sehr sich die Schweizerin über ihren zweiten Gesamtsieg bei der Trans-Schwarzwald freute. Gleichzeitig versuchte sie wohl ihre große Anspannung los zu werden, die sich über Tage hinweg angesammelt hatte.
„Es ist was ganz Großes gegen Pia zu gewinnen, auch wenn sie körperliche Probleme hatte“, drückte Milena Landtwing aus, was ihr der Sieg über die Finnin bedeutete.
Auf der zweiten Etappe zwischen Bad Wildbad und Freudenstadt hatte Landtwing das Leader-Jersey übernommen und es dann nicht mehr abgegeben. Obwohl sie jeden Tag davon ausging, dass Sundstedt ihr davon fahren würde.
„Auf der zweiten Etappe habe ich einen super Tag erwischt, aber danach musste ich mich jeden Tag quälen. Ich dachte Pia wird mir das Trikot gleich wieder abnehmen. Sie hat auch jeden Tag Druck gemacht“, schilderte die 29-Jährige den Verlauf. Sie kämpfte verbissen und ihre Fähigkeit sich zu quälen nötigte auch Konkurrentin Sundstedt Respekt ab. Sie gewann zwar nach der Auftaktetappe drei weitere Tagesabschnitte, konnte jedoch ihren Rückstand nicht mehr egalisieren.
Dennoch blieb das Rennen bis zur letzten Etappe offen, als die in Freiburg lebende Marathon-EM-Dritte zu einem frühen Zeitpunkt an einem steilen Anstieg weg fuhr und Milena Landtwing ganz schön ins Schwitzen brachte.
„Ich war gestern blau und schwarz und hatte heute echt Angst, als Pia weg war“, bekannte Landtwing. Am letzten Anstieg setzte sich die in St. Moritz lebende Eidgenössin dann von Sundstedt ab, die mit Schmerzen kämpfte und vielleicht auch ein wenig resignierte.
In 3:50:14 Stunden feierte Landtwing ihren dritten Etappensieg mit 1:52 Minuten Vorsprung auf Sundstedt und wiederholte in 23:02:20 Stunden den ihren Gesamtsieg vom Vorjahr mit einer Differenz von 13:23 Minuten.
„Was Milena geleistet hat, war ganz, ganz stark“, freute sich Rothaus-Cube-Teamchef Patrik Faller, der am Samstag dennoch mit etwas gemischten Gefühlen den Schlussabschnitt vom Rothaus-Standort Grafenhausen zum Feldberg erlebte.

Infekt und Defekt bei Gutmann und Rudiger
Das Duo Heiko Gutmann/Benjamin Rudiger musste auf der vierten Etappe die Segel streichen. Gutmann hatte sich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen und gab an der ersten Verpflegungsstelle entkräftet auf.
„Es ging eigentlich von Tag zu Tag besser, aber mit dem Infekt war es aussichtslos“, erklärte Gutmann. Tatsächlich hatten sie von Etappe zu Etappe besser in den Wettbewerb hinein gefunden. Auf dem dritten Abschnitt von Freudenstadt nach Bad Rippoldsau-Schapbach gelang ihnen als Tagesdritte zum ersten Mal der Sprung aufs Podium, wodurch sie sich auf den fünften Gesamtrang schoben.
Benjamin Rudiger beendete Trans-Schwarzwald außer Konkurrenz und zeigte sich am Feldberg enttäuscht- auch weil er auf der Schlussetappe durch einen Defekt daran gehindert wurde die Rundfahrt „anständig“ zu Ende zu bringen.
Nachdem er einen kleinen Rückstand kassiert hatte, schaffte er erneut den Anschluss an die Spitzengruppe. Kaum war er dort angekommen, musste er vom Bike um einen Reifendefekt zu beheben. „Das ist ärgerlich. Ich wäre hier gerne mit den Besten angekommen“, sagte Rudiger, der zu Beginn der Etappe einen Solo-Ausflug unternommen und bis Rötenbach alleine an der Spitze gelegen hatte. „Ich war ja außer Konkurrenz, aber ich wollte das Team-Jersey noch einmal präsentieren und mich damit besonders bei unserem Sponsor Rothaus bedanken“, erläuterte der 26-Jährige.
„Sehr schade für die Beiden, dass sie das Rennen nicht gemeinsam beenden konnten. Sie haben bis zu Heikos Infekt einen sehr guten Eindruck gemacht“, bedauerte Rothaus-Cube-Teamchef Patrik Faller.
Der Sieg ging in der Herren-Teamkategorie ging an Hannes Genze/Andreas Kugler, die in 20:26:36 Stunden die fünfte Trans-Schwarzwald beendeten.

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