16-05-2010 17:00

Internationale MTB-Bundesliga in Heubach Klein auf Rang sechs / Engen gewinnt U23-Wertung

Kategorie: News
Rothaus-Cube-Bikerin Hanna Klein hat das Bundesliga-Rennen in Heubach auf Platz sechs beendet. Alexandra Engen wurde Neunte und gewann die U23-Wertung. Im U23-Rennen der Herren hat Felix Euteneuer als Achter ein Erfolgserlebnis verbucht. Heiko Gutmann beendete das Herren-Rennen auf Rang 32.

Zerknirscht sah Hanna Klein nicht aus, aber zufrieden war die Freiburgerin mit ihrem Rennen auch nicht. „Ich bin einfach nicht in Tritt gekommen“, sagte sie Kopf schüttelnd, nachdem sie mit 3:10 Minute Rückstand auf die Dänin Annika Langvad (1:16:37 Stunden) das Ziel erreicht hatte.

Ein Grund dafür lag wohl in der langen Wartezeit, die das Damenfeld bei kühlen Temperaturen in der Startbox verbrachte. „Ich hatte kalte Beine und das ist Gift für mich. Es ging von Anfang an schwer, die sind mir oben am Berg einfach weg gefahren“, so die 22-Jährige. Sie konnte sich zwar von Rang acht nach einer von vier Runden noch auf Position sechs verbessern, aber ein gutes Gefühl wollte sich nicht einstellen.

„Das war nicht das, was ich mir vorgestellt habe“, bekannte sie.
Auch Alexandra Engen war nicht ganz glücklich mit ihrem Rennen. Sie war sehr schnell gestartet, vielleicht zu schnell, wie sie meinte. „Die zweite Runde war sehr hart für mich und hatte mit mir selbst zu kämpfen“, erklärte die Schwedin, die als Neunte 3:49 Minuten Differenz aufwies. Weil es am Schluss aber wieder besser für sie lief, zog sie ein positives Fazit. „Ich habe Sabrina Enaux und Hanna vor mir gesehen und bin ähnlich schnell den Berg hoch gefahren. Jetzt brauche ich ein paar Tage Ruhe, dann wird das gut für Offenburg.“

Barbara Benkó wurde 14. (+6:47) und hatte einen drastischen Vergleich für ihre Leistung parat. „Das war meine Großmutter, die heute gefahren ist“, meinte sie mit süßsaurer Miene. Zwei Prüfungen am Freitag, drei am Montag nach dem Rennen, beeinträchtigten ihre Konzentration mehr als ihr lieb war.

Annika Langvad gewann das Rennen, obwohl sie ihren Sieg durch einen Sturz in der dritten Runde noch in Gefahr brachte. Anja Gradl aus Kastl hatte aufgeschlossen, dann aber einen Hinterrad-Defekt erlitten. Gradl wurde mit 18 Sekunden Rückstand Zweite vor der Kanadierin Emily Batty und Elisabeth Brandau aus Schönaich, die mit einem prächtigen Finish Weltmeisterin Irina Kalentieva (Rus) noch auf Position fünf verwies.

Euteneuer fährt erfolgreich „seinen Stiefel“
Im U23-Rennen der Herren verbuchte Felix Euteneuer das lang ersehnte Top-Ergebnis. Der Rothaus-Cube-Biker stand nach den sechs Runden auf dem steilen Gelände am Rand der Ostalb zwar minutenlang an seinem Bike und drückte Krämpfe weg, doch als er endlich reden konnte, da klang er sehr entspannt. „Ich bin total zufrieden, zumal ich überhaupt nicht wusste, wo ich stehe. Und ich freue mich, dass ich auch auf einer solchen Strecke mithalten kann“, erklärte Euteneuer, nachdem er mit 3:50 Minuten Differenz auf den Kirchzartener Fabian Strecker (1:39:43 Stunden) das Ziel erreicht hatte.

Euteneuer kam ganz gut ins Rennen und versuchte umzusetzen, was er sich vorgenommen hatte. „Ich habe genau das gemacht, was ich mir vorgenommen habe und bin konsequent meinen Stiefel gefahren, ganz unbeeinflusst von den Konkurrenten“, erläuterte er.

Euteneuer war im 100 Fahrer starken Feld hinter Strecker und dem Münnerstädter Andy Eyring (4. mit 1:02 Minuten Rückstand) drittbester Deutscher.

Gutmann kommt zu spät in Schwung
Heiko Gutmann verfehlte das Ziel sich im Herren-Rennen unter die besten 30 zu fahren ganz knapp. Er wurde nach fünf Runden auf Rang 32 durch die 80-Prozentregel gestoppt. „Mein Start war nicht gut, ich hatte schwere Beine“, bekannte der Münstertäler. Er habe in der ersten Runde einfach keinen Druck aufs Pedal bekommen.

Allerdings ging es dann von Runde zu Runde besser und Gutmann arbeitete sich im bestbesetzten Bundesliga-Feld aller Zeiten einige Positionen nach vorne. „In der fünften Runde konnte ich Druck machen. Ich habe gehofft, dass ich noch in die Top 30 fahren kann, aber dann wurde ich raus genommen“, bedauerte Gutmann, der zu spät in Schwung gekommen war.

Tatsächlich konnte der 31. das Rennen komplett durch fahren.
Nach sieben Runden siegte Doppel-Olympiasieger Julien Absalon aus Frankreich in 1:47:01 Stunden mit 52 Sekunden Vorsprung auf Marathon-Weltmeister Roel Paulissen (Bel), der den Weltcupführenden José Hermida aus Spanien im Sprint um Rang zwei besiegte.

Den Sprint um Rang vier verlor der Freiburger Moritz Milatz hauchdünn gegen den Schweizer Fabian Giger und ärgerte sich hinterher, weil er sich durch einen Sturz in der vorletzten Runde die Chancen auf Rang zwei selbst verdarb.

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