13-09-2011 16:30

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Kategorie: News
Ausgabe 07/2011

Christine Göldner vom Team TOUR powered by Cube gewinnt den Alpencup


Am 4. September feierte der Alpencup beim Eddy Merckx Radmarathon in Eugendorf sein Saisonfinale. Bereits zum fünften Mal lud Rennrad-Legende Eddy Merckx, mehrfacher Tour de France- und Giro d’Italia-Sieger, zum Radmarathon ins Salzburger Land ein. Rund 1.500 Hobbysportler nahmen an dem Rennen über 117 oder 155 Kilometer teil, unter ihnen auch das Rennrad-Ehepaar des Team TOUR powered by Cube: Christine und Sandro Göldner. 


Nach 5:16 Stunden waren sie im Ziel und Christine konnte sich über ihren bislang größten Erfolg freuen. Sie hat nicht nur die 155 anstrengenden Kilometer durch das Salzburger Hinterland zurückgelegt und dabei den zweiten Platz in ihrer Altersklasse belegt, sondern auch die Alpencup-Gesamtwertung gewonnen. Der Alpencup besteht aus den Langdistanzen des Amadé Radmarathons, des Engadin Radmarathons und der Eddy Merckx Classic. Als einzige Frau ihrer Altersklasse nahm Christine die Strapazen der langen Strecken auf sich. 542 Kilometer und 8.617 Höhenmeter bedeutete das für die Fahrerin des Team TOUR powered by Cube, die sie in 20:18:40 Stunden zurücklegte. 


"Natürlich freue ich mich sehr über den ersten Platz, aber es ist schade, dass sich so wenige Frauen den Herausforderungen stellen. Ich war die einzige platzierte Fahrerin meiner Altersgruppe. Zugegeben, die drei Rennen zu bestreiten war anstrengend, aber reich an Erfahrungen, ein Kraftgewinn und voller Emotionen", freute sich Christine erschöpft aber überglücklich im Ziel. 


Mit ihrer Zeit beim Eddy Merckx Radmarathon verbesserte sich die 48-Jährige im Vergleich zum Vorjahr um 25 Minuten. Mit ihrem Mann Sandro erlebte sie eine schöne und erfolgreiche Zeit beim Alpencup 2011. "Wir sind nur noch glücklich. Mit der ersten Alpencupwertung im Mai diesen Jahres begann alles. Wie oft ich in den Genuss kam, zur Siegerehrung aufgerufen zu werden, konnte ich kaum glauben und bin so dankbar", erklärte Christine. 

 


Sechs Team TOUR-Fahrer bestehen beim Ötztaler Radmarathon


Sonntag, 28. August 2011, Sölden, es ist 6:15 Uhr – das Thermometer misst drei Grad Celsius.  Eigentlich nicht das richtige Wetter, um das Haus in kurzer Radlerhose mit dem Rennrad zu verlassen – eigentlich. Rund 4.000 Teilnehmer stehen am Start des Ötztaler Radmarathons, unter ihnen auch Stephan Wickert, Thomas Stöhr, Christine und Sandro Göldner, Inge Feuerlein und Christian Muhr: sechs Rennrad-Enthusiasten des Team TOUR powered by Cube. Die Gedanken an die bevorstehenden Strapazen lassen die eisigen Temperaturen zur Nebensache werden. 


„Der Ötztaler ist ein ganz besonderer Radmarathon. Ein Mythos, ein echtes Monument im Jedermann-Radsport. Fast schon furchteinflößend. Immer wieder ist zu hören: ich hab schon Schiss! Auch aus mir machen diese 238 Kilometer und 5.500 Höhenmeter jedes Mal einen Hypochonder“, erklärt Thomas sichtlich beeindruckt vor dem Start. 


Um 6:45 Uhr ist es dann soweit. Der erste Block um Jan Ullrich startet pünktlich und der Ötztaler geht in seine 30. Ausgabe. Wenige Sekunden später beginnt das Rennrad-Abenteuer in den Alpen dann auch für die Team-TOUR-Fahrer. Ohne Zwischenfälle geht es rasend schnell hinunter nach Ötz. „Noch nie habe ich mich so sehr auf einen Berg gefreut, wie auf das Kühtai. Endlich warm werden nach gut 30 Kilometer Abfahrt mit meist über 40 km/h und unter fünf Grad, ohne lange Handschuhe und Mütze“, erinnert sich Stephan an die erste Stunde des Rennens.


Alle sechs Fahrer des Team TOUR powered by Cube erreichen das Ziel in Sölden. Inge unterbietet ihre persönliche Marke von zwölf Stunden und ist mit ihrem Abschneiden mehr als zufrieden. Stephans Ziele sind ambitionierter: „Ich habe einen Traum: Den Ötztaler in unter neun Stunden. 26,5 Kilometer pro Stunde müssten im Schnitt drin sein. Was im Sauerland ohne besonders große Anstrengung klappt, schaffe ich mit etwas mehr Einsatz auf diesen vier Pässen auch“, zeigte er sich anfangs noch optimistisch. Sein Optimismus wich mit zunehmenden Kilometern der bitteren Realität, die beim Ötztaler oft zuschlägt wie ein Hammer. „Das Timmelsjoch hat meine Einstellung zum Ötztaler geändert. Und die Einschätzung meiner Leistungsfähigkeit ebenfalls. Gut, dass niemand von meinem Traum wusste. Bei weit unter zehn Kilometer pro Stunde, über 25 Grad Celsius und ohne Fahrtwind verflog die Freude mehr und mehr. Der Traum von irgendeiner Zeit war sowieso der Hoffnung gewichen, überhaupt noch anzukommen.“ 

238 Kilometer und 5.500 Höhenmeter legten die Team-TOUR-Fahrer zurück und waren sich nach dem Rennen einig: „Hier ging es darum, das Ziel zu erreichen“. Begeistert von der Organisation und den Zuschauern, die sie an so vielen wichtigen Stellen anfeuerten, blicken sie auf einen schönen aber anstrengenden Radmarathon zurück. Ob sie es wieder versuchen werden ist fraglich. „Ich bin glücklich, den Mythos geschafft zu haben. Aber ich werde es nicht noch einmal versuchen. Radfahren in den Alpen ist schön, aber nicht so lange und so hoch an einem Stück. Und das Sauerland ist auch schön“, erklärt Stephan mit einem Lächeln. Doch wenn die Oberschenkel erholt sind, dann lockt auch im nächsten Jahr wieder der Mythos Ötztaler. 

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